Wir sind das Zeltlager Pfalz, eine Gruppe junger Erwachsener,
die sich jedes Jahr in den rheinland-pfälzischen Sommerferien aufmacht,
die Natur hautnah zu erleben.
Wir bieten Ihren Kindern Natur pur, d. h. die Kinder und Jugendlichen
schlafen nachts in Rundzelten und verbringen ihren Tag in der Natur.
Zeltlager Pfalz
Zur Zeit besteht das Zeltlager-Pfalz aus 14 Tagen Buben- und 14 Tagen Mädchenlager, mit bis zu 80 Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 15 Jahren. Geleitet werden die beiden Lager von ca. 20 ehrenamtlichen Betreuer*innen. Die Verantwortung während des Lagers tragen 4-5 Lagerleiter*innen. Hinzu kommen noch 1-2 geschulte Sanitäter*innen, 4-5 Personen in der Küche, ein*e Einkäufer*in und im Mädchenlager noch ca. 7 junge Männer, dem THW.
Unsere Lager finden immer auf Flächen mit wenig oder keiner Infrastruktur statt. In der Regel auf einer Wiese. Deshalb bauen wir unsere eigene Lagerstadt, bestehend aus
- ca. 14 Rundzelten
- ca. 11 Funktionszelten
- einem Küchenzelt
- einem Aufenthaltszelt
- einem Kofferzelt
- einem Altarzelt
- einem Waschzelt
- einer Solardusche
- mehreren Dixis


In beiden Lagern steht an einem klassischen Lagertag nach dem Wecken das gemeinsame Frühstück an. Hierfür können sich die Kinder aus einer Auswahl an Lebensmitteln an einem Buffet Ihr eigenes individuelles Frühstück zusammenstellen.
Das Mittag- und Abendessen wird vom Küchenteam passen zum jeweiligen Tagesprogramm geplant. Dabei gibt es mindestens einmal am Tag eine warme und zwei kalte Mahlzeiten mit Brot, Gemüse, Wurst, Käse u. Ä.. Alles an Essen wird dazu jeden Tag mit viel Liebe vorbereitet und frisch gekocht. Zum Mittagessen erwartet die Kinder sogar ein kleiner Nachtisch. Hierbei erfreut sich unsere Wassermelone besonderer Beliebtheit und kann auf Wunsch mit etwas Kräutersalz serviert werden.
Über den Tag hinweg bieten wir den Kindern zahlreiche abwechslungsreiche Aktivitäten. Jedes Zeltlager steht dabei unter einem eigenen Motto, zu dem passende Spiele, Workshops, Bastelaktionen, Ausflüge oder andere Programmpunkte angeboten werden. Diese werden für jedes Lager individuell geplant und auf die jeweilige Gruppe abgestimmt.
Auch am Abend erwartet die Kinder ein vielseitiges Programm. Mal sitzen wir gemeinsam am Lagerfeuer, singen Lieder oder unternehmen eine spannende Nachtwanderung mit Taschenlampen, bevor wir den Abend mit Stockbrot am Feuer ausklingen lassen. Besonders beliebt ist unser Partyabend: Dann verwandelt sich das Aufenthaltszelt in eine Disco, in der alle tanzen und die ausgelassene Stimmung genießen können. An einem weiteren Abend wird das Aufenthaltszelt zum Kino, in dem wir gemeinsam einen Film schauen.
An ruhigeren Abenden haben die Kinder außerdem die Möglichkeit, sich selbstständig zu beschäftigen oder gemeinsam am Lagerfeuer zu sitzen, Geschichten zu erzählen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen
Später geht es für die Meisten ins Bett. Ein Zelt bleibt noch etwas länger wach und übernimmt die Nachtwache und passt auf das Lager auf, während alle anderen sich in ihre Schlafsäcke kuscheln und sich für den nächsten Tag ausruhen.
Im Bubenlager ist der Tag ebefalls geprägt von organisierten Gruppenspielen, Ausflügen und selbst organisierter Freizeit in der sich die Kids auf dem Zeltplatz frei bewegen können. Ob bei Fußball, Kartenspielen oder diversen Bauaktionen, hier findet jeder etwas zum Zeitvertreib. Auch bei Regen kommt keine Langeweile auf, im großen Aufenthaltszelt gibt es jede Menge Spiele und Workshops. Die Highlights der 2 Wochen sind der Ausflug in ein Schwimmbad, die Lagerolympiade, der Casinoabend, das nächtliche Fahnenklauer Spiel und das Salzspiel, bei dem die Jungs den ganzen Tag aus dem Salzwasser das Salz herauskochen müssen. Dafür wird das Feuer durch die Teilnehmer und ihrem Betreuer am Laufen gehalten. Abgerundet wird der Tag auch hier mit einer abendlichen Lagerrunde, bei dem wir den Tag am Lagerfeuer mit Gesang ausklingen lassen.
Auch beliebt ist in beiden Lagern ein Ausflug an dem die Kinder eine Tageswanderung an einen anderen besonderen Ort machen und dort dann, je nach Wetterlage, gemeinsam unter freiem Sternenhimmel als Lager übernachten.
Sind alle Teilnehmer*innen im Lager, wird normalerweise mit bis zu 7 weiteren Kindern und einem Betreuer/ einer Betreuerin, den Zeltpat*innen, in einem Rundzelt oder, wenn das Wetter es zulässt, unter dem freien Sternenhimmel geschlafen.

Auf- und Abbau

Eigentlich beginnt der Aufbau schon mit dem Beladen der LKWs.
Bevor wir freitags aufbrechen, treffen wir uns dazu immer mittwoch- und donnerstagabends am Lager in Maikammer, um die LKWs mit allem zu beladen, was wir für vier Wochen Lagerleben benötigen.
Der Aufbau findet immer freitags vor Lagerbeginn über den ganzen Tag hinweg statt.
Je nachdem, wie weit wir kommen, werden letzte Arbeiten auch noch samstagvormittags, bevor die Kinder kommen, erledigt. Das Team besteht in der Regel aus 20–30 Personen.
Dabei gilt die Devise: „Jede helfende Hand ist herzlich willkommen.“ Je mehr Helfende, desto schneller sind wir fertig.
Unsere Lager entstehen immer irgendwo auf der „grünen Wiese“ in der Nähe eines landwirtschaftlichen Betriebs oder auf einem ausgewiesenen Pfadfinderplatz. Die Infrastruktur muss dadurch meist komplett aufgebaut werden. Zur Infrastruktur gehören neben der Wasserversorgung und den Toiletten diverse Zelte zum Kochen, Waschen, Lagern und natürlich zum Schlafen. Die Frischwasserleitung verlegen wir von einer nahgelegenen Zapfstelle selbst. Unsere Leitungen reichen dabei aus, um eine Zapfstelle im Umkreis von ca. 1 km anzuschließen.
Den Mittelpunkt des Lagers bildet die Lagerrunde. Sie besteht aus kreisförmig gebauten Sitzbänken, die die Feuerstelle umschließen. Hier treffen sich alle, wenn die Lagerleitung etwas mitzuteilen hat oder vor dem Essen und auch abends zur gemütlichen Lagerrunde mit Gesang und Spiel.

Nicht mehr wegzudenken ist der „Gong“. Er dient zum Alarmschlagen bei nächtlichen Angriffen von Fahnenklauer*innen. Tagsüber wird er verwendet, um die Jungs und Mädchen zur Lagerrunde, zum Essen oder auch zum Ausflug herbeizurufen.
Rechtzeitig vor Ankunft der Kinder wird dann auch noch das Altarzelt aufgebaut.
Auch das schönste Zeltlager geht einmal zu Ende. Nun läuft alles rückwärts.
Alles, was vier Wochen zuvor mühsam errichtet wurde, muss, nachdem die Kinder weg sind, an einem Samstag wieder abgebaut und nach Hause transportiert werden.
Zu Hause angekommen werden alle Materialien aus den LKWs ausgeladen, gereinigt und getrocknet. Mit viel Hilfe wird dann alles in unserem Lager wieder auf seinen Platz geräumt und für das nächste Jahr eingelagert.
